Das Leben in Rotterdam

So die ersten Tage in Rotterdam habe ich nun schon hinter mir.
Nach der etwas chaotischen Anreise, verlief der Rest doch recht reibungslos.

Abends in Rotterdam angekommen habe ich mir ein Taxi ins Hotel genommen und erstmal einen Kollegen gesucht um mit ihm ein Bierchen zu trinken und raus zu finden, wie ich am nächsten Tag auf die Baustelle komme. Seit dem fahre ich jeden morgen mit irgendwem von Hotel aus mit und irgendwie immer wieder zurück. Dieser Zustand wird hier als “Fahrkonzept” betitelt. Das dazu passende “Wohnkonzept” sieht an sich vor, dass ich mir über einen Makler eine Wohnung suche und dort einziehe. Für 2 Monate eine Unterkunft zu finden mit allem drum und dran ist allerdings schwierig. Da sind die 1200-1500€ für eine Wohnung in Rotterdam (normale Preise hier) nicht mal das Problem.

Nun ja, die einfache Lösung dafür sieht vor, dass ich einfach im Hotel wohnen bleibe. Ist ja auch nicht so schlecht. Allerdings fällt damit die Möglichkeit zum Kochen weg und in der Minibar lässt sich auch nicht so viel stapeln. Wie viele Hotelbewohner wohl die Minibar weiter auffüllen, anstatt sich an den spärlichen und überteuerten Dingen darin zu vergreifen?

Auf der Arbeit läuft alles auch ganz angenehm, es gibt einiges zu tun. Nicht das ich in Hektik geraten würde. Aber kleinere Aufgaben mit etwas Verantwortung kann ich übernehmen. So lassen sich auch die 9 Stunden pro tag recht gut rumbekommen.

Nach der Arbeit trifft man sich mit Kollegen meist um irgendwas zu unternehmen. Am Dienstag sind wir in einem Sushi Restaurant gewesen um uns beim “All you can eat” den bauch voll zu schlagen. Fall jemand mal nach Rotterdam kommen sollte das ShabuShabu ist wirklich sehr empfehlenswert. Etwas Geduld wird aber benötigt, da man gut und gerne 1-2Stunden warten muss bevor man dort einen Platz bekommt.

Die anderen Tage habe ich dann eher etwas ruhiger angehen lassen. Nachdem ich es geschafft habe im Hotel an das Internet zu kommen (88€ pro Woche …), konnte ich wenigstens mit Skype günstig telefonieren. *phew*

Ein kurzer Ausflug am Donnerstag um endlich mal in einem Supermarkt essen einzukaufen ging dann allerdings schief. Die Aussage meines Kollegen, einfach da runter gehen und links siehst es dann, endete in einem 1Stunden Marsch durch Rotterdam, an vielen Coffeeshops und schon geschlossenen Supermärkten. Am Freitag stelle ich fest, er meinte nächste Links rein und dann 5 Minuten gerade aus. Aber aus Fehlern wird man ja Klug, so hatte ich wenigstens schon mal die Gelegenheit etwas von Rotterdam zu sehen.

Heute begann dann nun das erste Wochenende, da das Frühstück hier 18€ kostet, bin ich lieber auf einen Kaffee um die Ecke gegangen und habe anschließend meine kleine Sightseeing Tour gestartet. Leider wurde sie durch immer wieder auftretende Regenschauer etwas anstrengend. Dennoch hab ich ein paar schöne Ecken gefunden. Zudem konnte ich mit dem Euromast einen schönen Blick von Oben auf Rotterdam und seine schönen Häfen genießen.

Heute Abend geht es dann nochmal auf ein Bierchen irgendwo hin und morgen schaue ich mal, ob mir das Wetter weitere Touren erlaubt.
Das war es erstmal von den ersten Tagen  aus dem Land der Tulpen…

Ein paar kleine Bilder hab ich dann auch noch zu bieten:

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